Europäische Unternehmen stehen im Zusammenhang mit der COVID-19 Pandemie und den Lieferengpässen in der globalen Beschaffung vor vielen logistischen und finanziellen Herausforderungen. Dazu gehören hohe Produktionskosten durch deutliche Preissteigerungen bei Vorprodukten und Rohstoffen.
Hinzu kommt noch, dass aufgrund des anhaltenden Krieges in der Ukraine und der Spannungen mit Russland, deutsche und europäische Unternehmen einen zunehmenden Druck durch die Energiekrise spüren. Sie sind einer begrenzten Rohstoffversorgung, Lieferengpässen und hohen Energiekosten ausgesetzt. Hohe Materialpreise erschweren es Unternehmen, benötigte Materialien zu beschaffen. Für europäische Unternehmen liegt der Fokus darauf, die richtige Balance zwischen Kosten und Qualität zu finden. Um international wettbewerbsfähig zu bleiben, ist ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis heute wichtiger denn je.
Die Türkei bietet für europäische Unternehmen aufgrund ihrer geografischen Lage einen sicheren Marktplatz für den Kauf von Waren und Produkten. Das Land am Bosporus – das als einer der attraktivsten Beschaffungsmärkte für europäische Unternehmen gilt – hat viele Vorteile. Zu diesen Vorteilen zählen unter anderem die guten infrastrukturellen Anbindungen (Straße, Schiene, Wasser und Luft) zwischen Asien und Europa sowie die niedrigen Produktions- und Lohnkosten. Das Institut der deutschen Wirtschaft in Köln hat in einer
Studie die industriellen Arbeitskosten im internationalen Vergleich ermittelt. Daraus geht hervor, dass die Arbeitskosten im verarbeitenden Gewerbe in der Türkei deutlich unter dem Niveau von Deutschland und Osteuropa liegen.
Die langjährigen Wirtschaftsbeziehungen der Türkei mit der Europäischen Union haben sich im Allgemeinen als vorteilhaft erwiesen. Dies ist teilweise auf die politischen und wirtschaftlichen Veränderungen zurückzuführen, die im Rahmen der EU-Beitrittsverhandlungen der Türkei eingeleitet wurden.
Seit 1995 verbindet die EU und die Türkei eine Zollunion. Dadurch werden u. a. Waren bei einem Verbringen von einem Mitgliedstaat in den anderen bei der Zollanmeldung nicht mehr mit Zollabgaben (Zöllen) belastet. Dies macht den wirtschaftlichen Handel zwischen der EU und der Türkei deutlich attraktiver und einfacher.
Außerdem hat die Türkei aufgrund ihrer Bevölkerung von über 84 Millionen eine außerordentlich große und stabile Erwerbsbevölkerung. Aufgrund des jungen, motivierten türkischen Bevölkerungswachstums von Istanbul, Ankara, Bursa und Izmir von etwa 1,2 % pro Jahr – kombiniert mit einem Durchschnittsalter von 30,9 Jahren – wird die Region weiterhin viele Arbeitskräfte anziehen und zu einem wichtigen Industriezentrum für Europa werden.
Die Türkei ist ein prädestinierter Standort für die Herstellung diverser Stahlprodukte (vom Rohstahl bis zur fertigen Veredelung). Aufgrund der niedrigeren Material- und Lohnkosten, bei gleichzeitig hoher Qualität, kann die Herstellung von Stahlprodukten die gestiegenen Kosten in Europa dank der niedrigen Produktionskosten und geringeren Transportkosten um bis zu 40 % senken. Durch den Projektdruck können so anstehende Investitionen leichter umgesetzt werden.
Probleme im türkischen Beschaffungsmarkt ergeben sich zum Teil aus unzuverlässigen und unseriösen Lieferanten und der unterschiedlichen Arbeitskultur des Landes, die eine Zusammenarbeit erschweren.
Dies ist der Grund, warum europäische und deutsche Unternehmen vor Geschäftsbeziehungen mit türkischen Unternehmen zögern. Unternehmen aus Europa, die mit nationalen bzw. internationalen Firmen zusammenwirken, brauchen zuverlässige, verlässliche und seriöse Lieferanten und Produzenten.
Es ist daher ratsam, mit Partnern zusammenzuarbeiten, die sowohl die europäische als auch die türkische Arbeitskultur kennen und den geplanten Beschaffungsprozess professionell begleiten und unterstützen. Auf diese Weise lässt sich das Risiko von Ausfällen und Reklamationen auf ein Minimum reduzieren.
Die Türkei plant, ihren Wettbewerbsvorteil im Beschaffungsmarkt durch verschiedene Entwicklungen und Verbesserungen auszubauen. Ihr beabsichtigtes mittelfristiges Ziel ist es, ihr BIP auf zwei Billionen USD zu steigern und bis 2025 Exporte im Wert von 305 Milliarden USD zu verkaufen.
Nur dank einer gut durchdachten Beschaffungsstrategie ist es europäische Unternehmen möglich, hochwertige Produkte und Güter zu optimalen Beschaffungspreisen zu kaufen. Zusammen mit lokalen Partnern, die Lieferanten vor Ort in der Türkei auditieren, deren Produktion überwachen und Qualitätskontrollen durchführen, haben diese Unternehmen Zugang zu einem attraktiven Beschaffungsmarkt.
Verschaffen Sie sich einen Wettbewerbsvorteil gegenüber Ihren Mitbewerbern, indem Sie vom immensen Potenzial des türkischen Beschaffungsmarktes profitieren. Mit unseren lokalen Experten in der Türkei werden wir Sie im gesamten Beschaffungsprozess folgender Bauteile bzw. Baugruppen unterstützen können:
- Schweißkonstruktionen / Schweißbauteile (z. B. Konsolen, Blechbauteile mit mechanischer Bearbeitung (Dreh-/ Fräs-/ Laser-/ Kantbauteile, Gussteile)
- Metallische Baugruppen (z. B. Einhausungen, Übergänge, Stahlbauten, Begehungen)
- Tankanlagen / Behälter (z. B. VA, Schwarzstahl, Kunststoff, GFK)